Schutzbauten

Eine Sternwarte im Eigenbau
Nach 7 Jahren „Teleskopgeschleppe“ begann ich damit, in unserem Garten eine kleine, feste Beobachtungsstation zu bauen. Liebevoll nenne ich sie „meine kleine Sternwarte“.
Da ich lange überlegt habe, wie man das in einem „normalen“ Garten realisiert, ohne denselben zu sehr zu verschandeln und auch die Bedürfnisse der Familie zu berücksichtigen, habe ich den Projektfortschritt dokumentiert.

Für viele interessierte Hobby-Astronomen ist eine eigene Sternwarte immer wieder ein Thema, ja ein lang gehegter Wunsch, und für viele bleibt es ein unerfüllbarer Traum. Da gibt es viele Rahmenbedingungen zu bedenken: Kosten, Platz, Machbarkeit, Ästhetik, Bedürfnisse der Familie, Baugenehmigungen etc.
Zu den Rahmenbedingungen: Wir bewohnen ein Einfamilienhaus mit einem Garten. Der Garten hat Südlage und ist in Richtung SSO-S-SSW ganz ordentlich frei; ein paar Obstbäume der Nachbarn, einige Häuser, aber alles im Rahmen. Unsere Terrasse ist ebenfalls so gelegen, dass dort auch sonst immer das Teleskop auf einem Stativ zum Stehen kam. Das jedoch findet im Jahr so ca. gefühlte 30-mal statt. Also recht selten. Allein deshalb lohnte sich für mich kein Kauf einer Kuppel oder so. Zu viel Geld, zu viel Platz, zu viel Aufwand.

Zudem ist eine Plastikkuppel, oder gar noch Plastikgehäuse für viele zwar der Inbegriff von Sternwarte, aber ökologisch schon seit vielen Jahren nicht mehr tragbar. Abgesehen davon schaue man einfach einmal, welche Bauform heute für Sternwarten genutzt wird, z.B. beim VLT in Chile. Kuppelform ist nicht die einzige Lösung. Zudem ist die Kuppel die schlechteste Lösung, will man die gesamte Fläche, die überdacht werden soll für Teleskope nutzen. Unter einer Kuppel findet nur ein Teleskop Platz unter einem rechteckigen Dach ist Beobachtungsplatz für viele!

Irgendwo muss man ja anfangen. Ich bin ein großer Freund davon, mir die Dinge lange zu überlegen, bevor ich irgendwas tue und dann wohlmöglich Geld ausgebe für Dinge, die ich dann nicht brauchen kann. Ich habe mit verschiedensten Leuten diskutiert, im Internet gelesen – da gibt’s ja Berichte über Säulen und Sternwarten wie Sand am Meer.

Mit einem Stahlbauer gesprochen, was muss man tun, wie es laufen könnte. Mit einem Bauprofi die Situation erörtert: bei dem nötigen Fundament kommen schnell 0,5 qm³ Beton dabei heraus und somit ca. 1 Tonne Material! Das alles bedeutete für mich, dass eine einbetonierte Säule als Basis nicht in Frage kommt.

Ich habe also zunächst eine Stahlsäule beschafft. (Abb. 1) Mit einer vernünftigen Adapterplatte (Abb. 2) für meine Montierung. Mit Zug- und Druckschrauben, so dass auch eine nachträgliche Nivellierung immer möglich ist. (Abb.3)

Abb. 1: Säule vor dem Festschrauben
 
Abb. 2. Anschlussplatte
 
Abb. 3. Säulenverschraubung am Boden

Die Säule ist aus normalem Baustahl und hat im Fuß vier Schraublöcher, an denen sich die gesamte Säule um ca. 15° verdrehen lässt, um eine verlässliche Einnordung zu gewährleisten.

Wie wir wissen, ist das ja nur die halbe Miete. Deshalb habe ich verflixt lange nach einer Lösung gesucht, welche meinen Garten nicht direkt in einen Bretterverschlag verwandelt. Es gibt hier noch mehr Leute, die da Mitbestimmungsrecht haben ;- )

So kam mir die Baumarkt-Lösung „Gartenschrank“ für 90 € gerade recht: (Abb. 4)

Bei dieser Hütte ist die Tür zwar auf der falschen Seite und sie ist auch ein wenig niedrig, aber als Basis ist sie absolut geeignet. Manch einer hat mich allerdings schon gefragt, ob wir jetzt ein Plumpsklo auf dem Hof haben…

Um die notwendige Höhe abmessen zu können, der Türsturz ist immer noch sehr knapp, wurde das Teleskop einmal komplett auf der Säule montiert. (Abb. 5) Nun musste irgendwie geregelt werden, dass einerseits die Höhe des Teleskopes erreicht wird und andererseits der Schutzbau auch beiseite kann, wenn beobachtet werden soll.

So entstand die Lösung: drehbare Rollen mit Bremse. (Abb. 6)

Abb. 4. Hütte aus dem Baumarkt
 
Abb. 5: Teleskop auf der Säule montiert
 
Abb. 6: Bewegliche Rollen unter der Hütte

Also, wie gesagt, Räder drunter. Das war nötig, um die Gesamthöhe richtig bestimmen zu können, denn die ist schon knapp. Man sieht die Säule mit Teleskop neben der Schutzhütte. So kann man am leichtesten ermessen, wie der weitere Aufbau zu erfolgen hat. Vielleicht muss man auch noch einen kleinen Rahmen drunter setzen, um die entsprechende Höhe zu erreichen. (Abb. 7)

Deshalb Schutzhütte und Säule mit Teleskop nebeneinander. Dabei habe ich dann auch angezeichnet, wie der Boden ausgeschnitten werden musste. Die Säule muss ja vom Boden umschlossen werden. Also einmal von vorne die Breite der Säule mit den Streben auf den Boden übertragen und einmal von der Seite die notwendige Tiefe ermitteln. (Abb. 8, 9, 10)

Abb. 7: Säule mit Teleskop neben der Hütte
 
Abb. 8: Die leere Hütte mit Säule und Teleskop
 
Abb. 9: Hütte mit Bodenausschnitt, über das Teleskop gefahren

Im Original aus dem Baumarkt war die Tür leider auch auf der anderen, niedrigeren Seite. Dies musste also noch geändert werden.

Auf dem ersten Foto sieht man noch den Originalboden. Um den Ausschnitt zu sägen und dem Boden zusätzlich Stabilität zu geben, habe ich zunächst zwei Verstrebungen auf den Lattenboden aufgeschraubt und dann einfach mit der Stichsäge die notwendigen Teile rausgesägt.

Und das Ende vom Lied: Alles passt zusammen und selbst wenn das Gegengewicht angeschraubt ist, geht die Tür noch zu!

Wahrscheinlich muss aus dem Balken über der Tür noch eine Kleinigkeit rausgesägt werden, da der Tubus nur extrem knapp durch die Tür passt. Wenn es dann im Gleichgewicht ist, dann fehlen oben so 1-2 cm. Die werden dann der Säge zum Opfer fallen. Aber erst, wenn alles an seinem Platz ist, dann ist die Fehlerrate kleiner.

Ich habe das Dach mit ein wenig Dachpappe gedeckt. Diese hatte ich übrig, da ich vor ein paar Wochen das morsche Dach meines Gartenhauses ausbessern musste.

Gerade noch rechtzeitig, denn in der Nacht gab’s den ersten Bodenfrost. Es waren Eiskristalle auf dem Dach. (Abb. 11)

Zu guter Letzt habe ich an der Tür noch ein Stück Gurtband befestigt – damit sie bei einem Windstoß nicht direkt abreißt.

Zum Feintuning gab‘s dann noch zwei Griffe, um die Schutzhütte beim Rangieren auch festhalten zu können. Ein lieber Astrofreund hat dann noch ein Stück Unterspannbahn gespendet, welche die Inneneinrichtung vor Feuchtigkeit schützt.

So sieht das Ganze nun fertig eingerichtet aus. (Abb. 12, 13)

Abb. 10: Knapp, aber es passt
 
Abb. 11: Eiskristalle auf dem Dach
 
Abb. 12: Unterspannbahn mach alles dicht und trocken

Das gesamte Bauwerk hat ca. 150 € gekostet. Was natürlich den dicksten Batzen ausmacht ist die Säule. Daran sollte man auch nicht sparen, definiert es doch die gesamte Präzision der Sternwarte. Diese Säule mit einer präzisionsgedrehten Adapterplatte aus Aluminium kostete ca. 400 €.

Alles in allem hat somit meine Sternwarte 550 € gekostet. Ein vernünftiger Preis für eine tolle Erweiterung meines Hobbys.

Abb. 13: das komplette Equipment in der Hütte. Eine Haube für einen Kugelgrill ist die ideale Ergänzung
   
Abb. 14: Meine Sternwarte heute

Inzwischen ist daraus ein neuer Beruf geworden und nach einem persönlichen und beruflichen Neustart, betreibe ich die Sternwarte in Neustadt i.H. hauptberuflich. (Abb. 14)

Autor: Peter Weinreich, Sternwarte Neustadt i.H.
www.sterne-fuer-alle.de

Das „Regentonnen-Observatorium“
Nicht jeder hat die Möglichkeit, sich eine Rolldachhütte oder gar eine kleine Kuppel in den Garten zu stellen. Als Zwischenlösung wird dann gerne eine Säule fest montiert und das Gerät jeweils zur Beobachtung herausgetragen. So habe auch ich es in den letzten Jahren gehandhabt. Aber selbst, wenn das Gerät in einer Garage oder einem Keller gelagert wird, benötigt das Teleskop danach noch recht lange Zeit für eine optimale Temperaturanpassung. Wäre es da nicht schön, das Gerät gleich draußen zu lagern?

Regen, Wind, Tau … das sind die Elemente, die mich bisher davon abhielten, ein so empfindliches Gerät, versehen mit einer Hülle oder Plane als Abdeckung, draußen stehen zu lassen. Als ich aber im Baumarkt riesige, grüne, stabile Regentonnen entdeckte, kam mir die Idee, diese für einen quasi-festen Schutzbau zu verwenden. Zwei Stück davon aufeinander gestülpt und den Boden der unteren mit der Stichsäge entfernt, sehen sie zwar aus wie ein großes Gurkenfass, ergeben aber einen fast hermetisch abgeschlossenen Raum. Durchmesser ca. 100, Höhe etwa 170 Zentimeter. Das passt für meine EQ6 und mein C11 (Abb. 1). Fast denn ein kleines Fundament benötigt die Konstruktion schon, damit man später in einer komfortablen Höhe arbeiten kann. Schließlich entdeckte ich Abstandsringe, die im Kanalbau verwendet werden. Diese haben den richtigen Durchmesser und die Höhe kann durch Kombination verschiedener Ringe frei gewählt werden. Super!

Warum dann aber eine Säule betonieren? Reicht nicht das Dreibeinstativ? Eigentlich müssten die drei Beine zwar über den Ring hinausreichen, um eine stabile Position zu gewährleisten. Aber es ist ja möglich die Beine von innen gegen den Betonring zu verspannen. Gesagt, getan (Abb. 2). Die Gewindestange, die Stativ und Montierung miteinander verbindet, musste verlängert werden, um so die Okularablage gegen die Beine und diese dann gegen den Betonring zu spannen (Abb. 3).

Fertig ist das fast mobile Regentonnen-Observatorium, denn im Grunde lassen sich die Ringe und die darauf befestigten Tonnen überall hinrollen und das Stativ neu verspannen. Ich selber aber habe nur einen sinnvollen Ort zur Beobachtung in meinem Garten, deshalb habe ich die Ringe fixiert. Außerdem kann ich so nun auch auf eine Kabeltrommel verzichten, da ich die Stromzufuhr direkt in den geschützten Raum führe. Eine Lüftung gegen Tau ist unumgänglich, diese habe ich ebenfalls ins Fundament integriert, damit ich die Tonnen entfernen kann, ohne den Stecker ziehen zu müssen. Ein PC-Lüfter wird hier über eine Zeitschaltuhr angesteuert und die Luft über ein Stückchen eines Gartenschlauchs nach außen geführt (Abb. 4).

Die Deckel der Regentonnen haben einen kleinen Wulst. Als Ring ausgeschnitten und zwischen die Tonnen gelegt, ergibt sich so eine Barriere für seitlich eindringendes Wasser (Abb. 5). Eine ähnliche Barriere sollte man auch am oberen Betonring z. B. durch einen Silikonwulst schaffen, damit auch hier kein Regenwasser seitlich eindringen kann. Für die bessere Handhabung der etwa 10 Kilogramm schweren Tonnen, habe ich an deren Seiten Griffe montiert (Abb. 6).

Zur Fixierung der Tonnen aufeinander wurden sechs Löcher gebohrt. Hier stecke ich nun einfach einige große Schrauben hinein, die bei Bedarf auch gekontert und fest verschraubt werden können (Abb. 7). Für die Beobachtung kann in vielen Fällen die untere Tonne, die mit Hilfe eines Gummibandes und einigen Kleiderhaken am Fundament befestigt ist, stehen bleiben (Abb. 8).

Bei Beobachtungen in Zenitnähe oder bei der Justage des Polsuchers muss allerdings auch diese entfernt werden und (leider) über das ganze Gerät gehoben werden. Das ist etwas umständlich, aber ich schaffe es mittlerweile wenigstens, dabei den Sucher nicht mehr zu berühren. Und noch ein letzter Tipp: Auf dem Oberteil sammelt sich Regenwasser. Das Teleskop ist zwar wunderbar geschützt, aber nach einem Regenguss kippt man sich so leicht beim Abheben einen Schwall Wasser über den Kopf.

Autor: Ralf Kreuels

Abb. 1: Der obere Teil des „Regentonnen-Observatoriums“ lässt sich relativ leicht abheben und ermöglicht so sehr kurzfristig einen Blick auf Sterne, Mond und Planeten.
Abb. 2: Drei Abstandsringe, die im Kanalbau verwendet werden, verlängern die Konstruktion um etwa 30 Zentimeter. Das Dreibeinstativ wird von innen gegen die Ringe gespannt. Rechts sieht man zwei Schlauchstücke, die für die Kabelzufuhr verwendet werden können.
Abb. 3: Die vorhandene Gewindestange wurde auf einfachste Weise, mit Hilfe einer Mutter und einer weiteren Gewindestange verlängert. Jetzt kann die Okularablage gegen die Beine verspannt werden.
Abb. 4: Ein einfacher PC-Lüfter sorgt für den Luftaustausch.
Abb. 5: Der Rand des Regentonnendeckels weist eine Erhöhung auf. Steht die andere Tonne nun darauf, so ergibt sich eine natürliche Barriere für seitlich eindringendes Wasser.

Abb. 6: Griffe aus dem Baumarkt erleichtern das Hantieren mit den Regentonnen.

Abb. 7: Die obere Tonne, der ausgeschnittene Deckel und die untere Tonne werden bei Bedarf durch Schrauben fixiert.

Abb. 8: Ein Gummiband, das einfach gelöst werden kann, fixiert die Tonnen an den Betonringen.

Abgefahren schräg – eine alternative Rolldachkonstruktion
Die klassische Schiebedachhütte ist vielfach gebräuchlich. Doch wer einen begrenzten Himmelsausschnitt zur Verfügung hat, möchte sich durch das Dach der eigenen Sternwarte nicht zusätzlich beschränken lassen. Abhilfe bietet eine andersartige Konstruktion mit schrägem Schiebedach.

Ich wollte mir eine kleine Sternwarte bauen, die a) nicht viel kosten durfte und b) den Blick zum Horizont ermöglichen sollte. Die Lösung war ein nach Süden schräg abfahrendes Dach, das mir den Blick nicht einschränken würde (Abb. 1 und 2).
Abb. 1: Die fertige Hütte geöffnet

Abb. 2: Die Fertige Hütte geschlossen
Anstatt die Hütte komplett selbst zu bauen, besorgte ich mir beim mittlerweile insolventen Quelle-Versand das kleinste Gerätehäuschen aus Holz, welches man dort kaufen konnte. Mit 1 m x 1,2 m Grundfläche und einer Höhe von ca. 2 Metern ist es sicherlich nicht für größere Instrumente geeignet, aber für das extrem schmale Himmelsfeld meines Gartens und den vorgesehenen Zweck erwies es sich als ausreichend.Ein Stück Aluminiumrohr aus der Restekiste musste als Säule (Abb. 3) herhalten. Kurzerhand einbetoniert, stand somit die Höhe der Montierung fest. An der Grenze vom Garten befindet sich ein ca. 1,80 Meter hoher Zaun, der gezwungenermaßen den tiefstmöglichen Blickwinkel festlegt. Dieser diktierte den Winkel, in dem das Dach abgefahren werden muss. Nachdem der Beton der Säule ausgehärtet war, verlegte ich Gehwegplatten auf den Boden, um später darauf die Hütte zu bauen. Die Qualität des Hüttchens war erwartungsgemäß nicht sehr hoch. Nachdem die Hütte komplett aufgebaut war, besorgte ich mir L-Winkel aus Stahl (als Führungen für die Laufrollen) und befestigte sie an den seitlichen Innenwänden (Abb. 4). Hierzu mussten Durchbrüche in der Hüttenwand geschaffen werden (Abb. 5). Die außen liegenden Enden wurden mit kleinen Punktfundamenten aus Beton vor dem Verschieben gesichert (Abb. 6). Hierbei ist darauf zu achten, dass die Profile parallel zueinander stehen! Als nächstes mussten die Rollenböcke von innen befestigt werden und zwar so, dass sie möglichst weit auseinander liegen und Kontakt zur Schiene bekommen (Abb. 4).

Abb. 3: Montage der Säule
Abb. 4: L-Profil an der Innenwand
Besser ist es übrigens, die längere Seite des Daches abzufahren – in der von mir realisierten Variante neigt das Dach viel eher zum Verkannten. Aus besagtem Platzmangel blieb mir nichtsanderes übrig, als sie so aufzubauen. Vor dem nächsten Schritt, dem Zersägen der Hütte, sollte das Dachteil gesichert werden. Die Verletzungsgefahr ist hier nicht zu unterschätzen. Ich behalf mich mit einer Stahlseilwinde aus dem Baumarkt für ca. 20 Euro, welche ich zwischen den L-Profilen befestigte (Abb. 5). Sie wurde auch gleich zukünftig als Antrieb für das Dach behalten (Abb. 7). Das Dachteil besitzt zudem ein relativ hohes Gewicht, so dass es kaum möglich ist, das Dach alleine auf die Sternwarte aufzusetzen. Die Zwischenstreben, die für die Winde erforderlich sind, versteifen zudem vorteilhaft die L-Profile der beiden Schienen zueinander! Nun kann die Trennebene außen angezeichnet und die Hütte in zwei Teile zersägt werden. Mit einer zweiten Sägung wird ein großzügiger Spalt hergestellt, der eine einwandfreie Bewegung garantieren soll. Schlussendlich wurden über den Schlitzen Gummilippen angebracht (Abb. 8). Um dem Ganzen mehr Stabilität zu verleihen, hat es Sinn, die Konstruktion mit zusätzlichen innenliegenden Stützstreben zu verstärken (Abb. 9).
Abb. 5: Durchbrüche und Seile

Abb. 6: Punktfundamnet für L-Profile
Abb. 7: Umlenkung der Seilwinde
 
Abb. 8: Gummilippen, Versteifungsstreben der L-Profile und Seilwinde
Abb. 9: Der Versteifungsbalken
Abb. 10: Die fertige Hütte mit geschlossem Dach
Fazit Dank der Seilwinde lässt sich das Dach spielend leicht öffnen und schließen, und einer spontanen Beobachtungsnacht steht nun kein mühseliger Aufbau mehr im Weg (Abb. 10 und 11). Bisher hat die Hütte einigen Herbststürmen und Wintern (Abb. 12) getrotzt. Sicher gibt es bessere und stabilere Lösungen, doch wer über wenig Geld und Platz verfügt, mag ebenfalls über eine „schiefe Sternwarte“ nachdenken.
Abb. 11: Die Hütte innen und geöffnet
Abb. 12: Die Hütte im Winter
Material und Kosten
  • Gartenhäuschen 200,- EUR
  • Seilwinde 20,- EUR
  • Rollen 60,- EUR
  • L-Profle 20,- EUR
  • diverse Kleinteile ca. 25,- EUR
Autor: Andreas Berger, Fachgruppenkoordinator

Meine Dachsternwarte
Ein Standort in Wohnungsnähe mit teilweise eingeschränkten Beobachtungsbedingungen ist meines Erachtens wichtiger als Top-Bedingungen mit langer Anreise. Häufig lässt das Tagesgeschehen ausgiebige Beobachtungstouren nicht zu. Dann ist es sehr angenehm, doch kurz die Sternwarte zu öffnen, um zu beobachten.

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